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Marianne Streisand

    Trajekte: Der Bilderatlas im Wechsel der Künste und Medien
    Brecht und das Theater der Interventionen
    • Inwieweit taugt »Intervention« als ein Kernbegriff für Brechts Ästhetik? Dieser Frage folgen die Autor*innen und befassen sich einerseits mit den Vorläufern und der Tradition eines interventionistischen Theaters, andererseits richtet sich ihr Blick auf die von Brecht ausgehenden Impulse für interventionistische künstlerische Praktiken der Gegenwart. Aber auch abgesehen von möglichen direkten Einflüssen oder Anregungen durch Brecht werden interventionistische Formen des Gegenwartstheaters in ihren verschiedenen Ausprägungen vorgestellt: von Ansätzen des Applied Theater bis hin zu operativen Aktionsformen. Obgleich Brecht selbst den Begriff der »Intervention« nicht gebraucht hat, lassen sich viele Aspekte seiner Ästhetik darunter bündeln, ausgehend vom »eingreifenden Denken«, zentralen Aspekten seiner Theatertheorie bis hin zu den Lehrstücken und seinen Ideen von den »kleinen wendigen Truppen«. MIT BEITRÄGEN VON Aram Bartholl, Helgard Haug, Julius Heinicke, Claudia Hummel, Anja Klöck, Katharina Kolar, Florian Malzacher, Cornelius Puschke, Christian Rakow, Eva Renvert, Matthias Rothe, Bernd Ruping, Bernd Stege mann, Marianne Streisand, Margarita Tsomou, Christine Wahl, Matthias Warstat, Michael Wehren und der Künstlergruppe Wochen Klausur.

      Brecht und das Theater der Interventionen
    • Was ist ein Bild? Diese Frage steht seit geraumer Zeit im Zentrum kontroverser Debatten an den Schnittstellen von Disziplinen wie Kunstwissenschaft, Medienästhetik und Filmtheorie, hat sich aber inzwischen ausgeweitet auf die Beschäftigung mit der Ikonizität szenischer Darstellungsweisen, die Visualität der Schrift und nicht zuletzt auf bildgebende Verfahren in Wissenschaft und Technik. Geradezu zwangsläufig ergibt sich aus dem pictorial turn die Frage nach der Systematisierbarkeit bildbasierten kulturellen Wissens, nach Formen von dessen Anordnung und Archivierung in einer Zeit alphanumerisch gestützter Aufzeichnungssysteme und Datenbanken. Der Bilderatlas Mnemosyne von Aby Warburg, entstanden im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts, ist der Startpunkt für die Autoren dieses Bandes, die aus unterschiedlichen Wissensdisziplinen kommen und doch gemeinsam auf dem Weg sind hin zu Analysemöglichkeiten unser vielfach visualisierten Kultur.

      Trajekte: Der Bilderatlas im Wechsel der Künste und Medien