Die Geschichte der Maria Schneider
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Maria Schneider war die Skandalschauspielerin der 70er-Jahre, berühmt und traumatisiert durch die Vergewaltigungsszene in »Der letzte Tango in Paris«. Nach ihrem Tod betonte Regisseur Bertolucci, dass er die Szene nicht bedauere, was weltweit Empörung auslöste. Die #MeToo-Bewegung kämpft seither gegen männlichen Machtmissbrauch in der Filmbranche. Mit nur 19 Jahren spielte Maria die Geliebte an der Seite von Marlon Brando in dem skandalösen Film, der sie über Nacht zum Weltstar machte. Doch die improvisierte Vergewaltigungsszene, in der sie weinte und um sich schlug, prägte ihr Leben nachhaltig. Sie fühlte sich ausgeliefert und ohnmächtig, da sie zu jung und naiv war, um rechtlich dagegen vorzugehen, was zu ihrer Drogenabhängigkeit führte. Alain Delon und Brigitte Bardot boten ihr Zuflucht, Patti Smith schrieb einen Song für sie, und Bob Dylan wurde ihr Liebhaber. Antonioni engagierte sie für »Beruf: Reporter« mit Jack Nicholson. Doch Maria war verloren. Zusammen mit ihrer Cousine, der Journalistin Vanessa Schneider, wollte sie ihre Geschichte erzählen, bevor sie an Krebs starb. Ihr Vermächtnis bleibt ein bewegender Liebesbrief, ein zärtliches Porträt und ein Appell an alle Frauen: Wehrt euch, von Anfang an!

