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Claudia Kuretsidis-Haider

    Österreichische Historikerkommission - 24: Vermögensentzug bei politisch verfolgten Personen
    Licht, Luft und Schatten
    Keine »Abrechnung«
    Gedenken und Mahnen in Niederösterreich: Erinnerungszeichen zu Widerstand, Verfolgung, Exil und Befreiung
    Nisko 1939
    • Licht, Luft und Schatten

      Wiener Gemeindebauten in Austrofaschismus und Nationalsozialismus

      • 440 stron
      • 16 godzin czytania
      Licht, Luft und Schatten2026
    • Nisko 1939

      • 447 stron
      • 16 godzin czytania

      Das Jahrbuch 2020 Nisko 1939. Die Schicksale der Juden aus Wien geht aus einem mehrjährigen Forschungskonvolut des DÖW zu den Deportationen der jüdischen Bevölkerung hervor, das in ein Projekt zu den Deportationen aus Wien nach Nisko im Oktober 1939 mündete. Die Konzeption des Forschungsvorhabens zur Klärung des Schicksals der insgesamt mindestens 4800 aus Wien, Mährisch- Ostrau und Kattowitz nach Nisko am San deportierten Männer wurde 2018 begonnen, das vorerst auf ein Jahr anberaumte Projekt startete Anfang 2020. Der Fokus liegt dabei auf den aus Wien Deportierten. Im Herbst 2019 wurde hierzu eine Auftaktkonferenz in Wien mit Beteiligung ukrainischer und deutscher Forscherinnen durchgeführt, deren Ergebnisse nun vorliegen.

      Nisko 19392020
    • Das Werk dokumentiert Erinnerungszeichen für die Opfer von Widerstand, Verfolgung, Exil und Befreiung zwischen 1934 und 1945. Im Mittelpunkt steht die Erfassung von Personen und Orten, die mit der gesellschaftlichen Erinnerung an diese Themen verbunden sind. Durch Informationen zu Alter, Beruf, politischen Aktivitäten und Verfolgungsmaßnahmen werden die Namen auf den Erinnerungszeichen mit individuellen Schicksalen verknüpft. Wissenschaftliche Beiträge beleuchten die Gedächtniskultur der Zweiten Republik, orientiert an kulturwissenschaftlicher Gedächtnisforschung, und fokussieren auf historische Stätten als materielle Ausdrucksformen des 'österreichischen Gedächtnisses' sowie spezifische regionale Erinnerungslandschaften. Die Publikation schließt eine Lücke in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung, da systematische Grundlagenarbeiten zur regionalen und lokalen Gedächtniskultur für die Opfer des NS-Regimes bislang fehlten. Die Autoren haben eine umfassende Dokumentation der Gedenkstätten in Niederösterreich erstellt, die über den regionalen Kontext hinaus von Bedeutung ist und als Beispiel für ähnliche Forschungsprojekte dienen kann. Das Wissen um die Opfer regt zur Reflexion an, fördert den Wunsch nach mehr Wissen und trägt zur Bereicherung des kollektiven Gedächtnisses bei, wodurch Vorurteile abgebaut werden können. Die Publikation leistet einen wichtigen Beitrag zu diesem Prozess.

      Gedenken und Mahnen in Niederösterreich: Erinnerungszeichen zu Widerstand, Verfolgung, Exil und Befreiung2011