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Frank-Thorsten Moll

    Zero
    One Hundred Fish Fountain - Bruce Nauman
    • Bruce Naumans 2005 entstandene Installation „One Hundred Fish Fountain“ besteht aus 97 bronzenen Fischen, die an einem Stahlrahmen befestigt und über zahllose Schläuche mit Pumpen verbunden sind, um in regelmäßigen Intervallen Wasser anzusaugen und wieder auszuspeien. Das Wasser wird in einem großen Bassin gesammelt und von dort in die Fischkörper gepumpt und stellt einen stetigen Kreislauf dar, der die friedvolle und heitere Atmosphäre von Wasserspielen und Springbrunnen jedoch gezielt zu brechen weiß. So füllen sich die Fische unangenehm geräuschvoll mit Wasser, das sie ebenso geräuschvoll wieder ausspucken, bis die präzise programmierten Pumpen sich gleichzeitig ausschalten und den Rest des Wassers geräuschlos aus den aufgebohrten Fischleibern rinnen lassen. Für nur kurze Zeit kehrt Ruhe ein, bevor die Pumpen anspringen und die Fische wieder zu Wasserspeiern werden. Der Fisch als ikonografische Größe taucht in Naumans Werk bereits in der Arbeit „Fishing for an Asian Carp“ aus dem Jahr 1966 auf. Die in „One Hundred Fish Fountain“ dargestellten Frischwasserfische, wie z. B. Lachs, Felchen, Barsch und Wels sind allesamt Fische, die Nauman während langer Angelausflüge mit seinem Vater an den Michigan See geangelt hat, womit das Biografische auch in diese Arbeit Einzug erhält und mit den Aspekten von Verführerischem und Abstoßendem zu einer Ikone des Naumanschen Bild- und Denkuniversums verschmilzt.

      One Hundred Fish Fountain - Bruce Nauman
      4,0
    • Zero

      zwischen Himmel und Erde

      • 112 stron
      • 4 godziny czytania

      Ende der 1950er Jahre gründeten Künstler eine Bewegung namens ZERO. Mit ihrem Mut zum Aufbruch und zur Veränderung beeinflussten sie die Kunst nachhaltig.00Mit ihrem Mut zum Aufbruch und zur Veränderung beeinflussten sie die Kunst nachhaltig. Eine der vielen historischen Leistungen von ZERO und ihren Hauptprotagonisten Otto Piene, Heinz Mack und Gu?nther Uecker war es, die Expansion der Kunst auf zahlreichen Aktionsfeldern voranzutreiben. Sie ermöglichten und radikalisierten die Hinwendung zu ganz neuen Materialien und Werkstoffen, die in der Kunstgeschichte zuvor keine Rolle spielten. Sie traten selbstbewusst heraus aus den Schutzräumen der Kunstwelt und besetzten den öffentlichen Raum mit ihren Aktionen, Happenings und Performances. Und nicht zuletzt gelang ihnen zudem die Expansion in Räume, die bis dahin im Kunstkontext keinerlei Rolle gespielt hatten. Otto Piene eroberte den Himmel mit seiner Sky Art und Heinz Mack schritt mit seinem Sahara Projekt hinaus in die Wu?ste. Doch damit nicht genug, andere Ku?nstler – wie zum Beispiel Adolf Luther – versuchten sogar, das Weltall als Projektionsfläche bzw. als Einflusssphäre der Kunst zu erschließen. Die intellektuellen und ku?nstlerischen Impulse dieser Expansionsbewegung sind bis heute zu spu?ren. 0Exhibition: Zeppelin Museum, Friedrichshafen, Germany (16.05-20.07.2014).

      Zero