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Angela Krauss

    2 maja 1950
    Wie weiter
    Das Weltgebäude muß errichtet werden. Man will ja irgendwo wohnen.
    Der Strom
    Edition Suhrkamp - 2389: Die Gesamtliebe und die Einzelliebe
    Weggeküßt
    Das Vergnügen
    • Das Vergnügen

      • 149 stron
      • 6 godzin czytania

      Das Vergnugen (German Edition) [Paperback]

      Das Vergnügen
      4,5
    • Weggeküßt

      • 104 strony
      • 4 godziny czytania

      Beneidenswert: Diese Frau erwacht morgens in eine Welt, die auf sie wartet. Sie tritt zum Frühstück aus dem Haus und will verführt werden. Schon auf dem Weg lacht man ihr entgegen und will sie küssen. Sie wird überall bemerkt, es mangelt nicht an Zuwendung. Jene, die sie vor neun Uhr küssen wollen, sind immer bereits hellwach und voller Wünsche, sie belagern die Stadt an allen Zufahrtsstraßen. Zwölf Jahre nach dem Zeitenwechsel, da die Welt endlich wieder eine Kugel ist, also ohne Anfang und Ende, herrscht an Freunden kein Mangel – ein Zuwachs an Leben, mit dem sie nicht gerechnet hatte, grenzenlos auch er. So erfüllt sie früh am Morgen, wie einst, die Neugier auf alles. Aber schon in der nächsten Kaffeebar verliert sie, was einmal ihre Stärke war. Alle sehen gut aus und verströmen Düfte, die man auf weißen Streifen in den Eingangszonen der Kaufhäuser probieren kann. Mehr will niemand über die anderen wissen. Auch sie nicht. Weggeküßt ist ein Buch über das Verlangen. Es erzählt mit der Angela Krauß eigenen poetischen Kraft und Leichtigkeit von den hektischen Pendelbewegungen der Lust, von schier überquellender Fülle, die den Mangel kaum spürbar werden läßt, von artistischen Versuchen, Unfreiheit wie Freiheit zu beherrschen, und von der seltsamen Welt der Tiere im Zoo.

      Weggeküßt
      5,0
    • Edition Suhrkamp - 2389: Die Gesamtliebe und die Einzelliebe

      Frankfurter Poetikvorlesungen

      • 103 strony
      • 4 godziny czytania

      In ihren Frankfurter Vorlesungen des Frühjahrs 2004 ruft Angela Krauß solche individuellen Erfahrungen auf, um zwischen den Polen Wehklage und Vorfreude das Poetische für sich zu bestimmen. Mit großer Zartheit befragt sie ihre Erinnerungen an die erzgebirische Kindheitslandschaft, an die Brieffreundschaften mit russischen Schülerinnen, an den früh aus dem Leben geschiedenen Vater, dessen Geheimnis erst die erwachsene Frau näher ergründen kann. Nie ist große Geschichte abstrakt vorhanden, aber unweigerlich hinterläßt sie im einzelnen Leben ihre Spuren.

      Edition Suhrkamp - 2389: Die Gesamtliebe und die Einzelliebe
      4,0
    • Der Strom

      • 92 strony
      • 4 godziny czytania

      Es ist Sommer. Die Dichterin hält Mittagstisch an ihrem Platz neben dem Klavier, ihr Mäzen spielt Tennis, siebzehn Flugstunden weit weg, der Besitzer des französischen Restaurants bedient sie stets selbst. Die Oliven sind schwarz, fest und scharf. Dieser lustvolle Weltbezug steht im Gegensatz zu einer Existenz der Askese, zu der niemand Zutritt hat. Beide Lebensplätze – Tisch und Klause – befinden sich im rückwärtigen Viertel , jenem Stadtviertel, von dem es vor dreißig Jahren hieß: Die Russen sind fort . So wie die Dichterin hier Erinnerungs- und Zukunftspartikel einsammelt, bis es zu einer plötzlichen Partikelverdichtung kommt, so abrupt durchfährt sie eines Nachts ein unbekannter Strom, als sollte sie unter hohem Druck aus ihrem Körper vertrieben werden. Es ist an der Zeit, ihre Siebensachen zu packen. In Angela Krauß` magischer Sprache entfaltet sich eine poetische Existenz, in der die Wirklichkeit vibriert – und der Traum ganz handfest erscheint.

      Der Strom
      4,0
    • »Schon länger lebe ich in der Gewißheit, Zeuge einer großen Daseinsverwandlung zu sein. Unter den Formen der Daseinsverwandlung halte ich zwei für möglich: plötzliches Unglück und plötzliches Glück. Oder könnte es sich auch um einen Traum handeln?« Mitreißend traumtänzerisch entwirft die Dichterin Angela Krauß geistige Räume ihres Weltgebäudes, in denen das fragmentierte Dasein ein Zuhause hat: Tore der Verwandlung, Loggien der Begegnung, Kinderzimmer, Hinterzimmer ...

      Das Weltgebäude muß errichtet werden. Man will ja irgendwo wohnen.
      4,0
    • Wie weiter

      • 116 stron
      • 5 godzin czytania

      Sonntagmorgen. Im Dschungel erwachen die Zootiere, während der Schlafgefährte in seinen Träumen verweilt. Kastanorka, ein kleiner Elefant, tapst über den Boden. Fragen nach dem Leben, der Liebe und der Zukunft stehen im Raum. Früher schien die Zukunft selbstverständlich, bis der Revolutionsherbst 1989 alles veränderte. War die Zukunft berechenbar? Kann man sich darauf vorbereiten? „Mit jedem meiner Liebesmenschen führe ich ein anderes Leben, eines von vielen, die in mir bereitliegen.“ Das Leben wird als Zwiesprache mit einer vielfältigen Welt beschrieben, in der Angela Krauß mit drei Liebesmenschen lebt: Leo, der Amerika das Leben rettete, Toma, die nomadische Tatarin, die gen Osten zieht, und der Mann an ihrer Seite. Sie wird ermutigt, nur einen Teil ihrer Sehnsüchte preiszugeben, da das volle Ausmaß ihrer Erwartungen über seine Möglichkeiten hinausgeht. Krauß verwebt das Leben, die Liebe und die große Geschichte in ihr Prosakunststück, das eine Ahnung von Glück ausstrahlt und das Weitermachen beflügelt. „Was einst ein Spiel war, ist heute ein Beschwörungsakt.“ „Ihre Sätze sind Amorpfeile.“ – Andreas Nentwich, Die Zeit.

      Wie weiter
      3,2
    • Jahrzehntelang hatte sie sich von New York Vorstellungen gemacht, ohne es zu vermissen. Plötzlich aber, in den letzten Wochen unseres Millenniums, wie über Nacht, will sie nichts dringender als das: nach New York. Angeblich ändert sich alles, als an die Stelle der Vorstellungen die Wirklichkeit tritt, nicht als Erfüllung verborgener Sehnsüchte, sondern als absolutes Jetzt. Erregt, irritiert und vollkommen geistesgegenwärtig läßt sie sich auf die neue Welt ein. Daß sie jemanden kennenlernen wird, liegt ebenso in der Luft wie der Erfolg, wie das Glück, die Freiheit... So erfaßt sie der Strom dieser Stadt und verwandelt sie auf unerwartete Weise. Auf einmal ist sie frei von etwas, das sie ihr bisheriges Leben lang für ihren Charakter hielt.

      Milliarden neuer Sterne
      2,3
    • German

      Glashaus
    • Kleine Landschaft

      Erzählungen

      »Ein filigranes kleines Kunststück« sieht die Frankfurter Allgemeine Zeitung in der Erzählung von Angela Krauß »Die Frau in Chamois«, die mit acht weiteren Erzählungen in der Sammlung Kleine Landschaft zusammengefaßt ist. Unter diesem Titel zeichnet Angela Krauß in der ihr eigenen dichten und präzisen Prosa kleine Stilleben, fängt sie, einer Fotografin gleich, Bilder voll inneren Spannun ein. »Die Fotografie«, heißt es in einer ihrer Erzählungen, »interpretiert mir die Welt als etwas tief Dunkles, das sich für Augenblicke ausschnitthaft stark erhellen läßt.« Angela Krauß' erzählerische Augenblicksaufnahmen leuchten mit dokumentarischer Schärfe Bewegungen, Verstrickungen und Erlebnisse von Menschen aus: Dramatische und tragikomische Unruhe verbirgt sich hinter den kleinen Stilleben unseres geheimnisvollen Alltags.

      Kleine Landschaft
    • Im schönsten Fall

      • 99 stron
      • 4 godziny czytania

      Heimlich arbeitet diese Frau wie jeder Mensch am Glück. »Das Weltgebäude will errichtet werden! Man muß ja irgendwo wohnen.« Die Welt indes zeigt sich als die, die sie ist: als Erschütterte, von Datenmengen Überwucherte, Sich-Verlierende. Geräte, Weltgipfel, Stilettos und ein sagenhafter ungenutzter Raum im Hirn – die Frau hält allabendlich den Kopf ins Freie, um sich der Standfestigkeit des Ganzen zu vergewissern. Tagsüber gehen Erschütterungen durchs Haus. Karel arbeitet an der Überwindung der Materie durch Information. Unter den Absätzen der Nachbarin und der lose herumfliegenden Zukunft steigt der Druck. »Jemand muß das zusammenhalten!« Irgendwo unter dem Gebirge aus hochaktuellen Zerfallserscheinungen ruht das Urmuster vollkommener Harmonie. Wie die Liebe in einer Zeit der Worst-case-Szenarien bewahrt werden kann, als allerschönster Fall, dem ist in diesem Buch alles auf der Spur.

      Im schönsten Fall
    • Die Überfliegerin

      Erzählung

      • 123 strony
      • 5 godzin czytania

      Leipzig, nach dem Zeitenwechsel des Jahres 1989. Eine junge Frau in einer Altbauwohnung, mit Blick auf den größten Kopfbahnhof Europas. In einer hochsommerlichen Nacht beginnt sie, die Tapeten vergangener Generationen von den Wänden zu reißen; das robuste Sofa wird wie ein großes Tier zur Strecke gebracht. Alles soll anders werden. Auf und davon fliegt sie, gen Westen, in die geöffnete Welt. Amerika von Minneapolis bis San Francisco im Überflug, der fast schon endet in einem Secondhandladen voller alter Kleider der kurzen amerikanischen Geschichte. Doch die Überfliegerin muss weiter nach Westen, so lange bis der Westen wieder Osten wird: in Moskau, im chaotischen Rußland. »Angela Krauß´ Reise um die Welt gleicht einer Odyssee ohne Nostalgie«, schrieb die Neue Züricher Zeitung, und die Weltwoche urteilte: »Ein kleines literarisches Meisterwerk.« Angela Krauß, geboren 1950, lebt in Leipzig. Ihr Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis, dem Berliner Literaturpreis, der Bobrowski-Medaille und zuletzt dem Gerrit-Engelke-Preis der Stadt Hannover. Im Suhrkamp Verlag erschienen Das Vergnügen (1988), Kleine Landschaft (1989), Der Dienst (1990), Sommer auf dem Eis (1998), Milliarden neuer Sterne (1999) und Weggeküßt (2002).

      Die Überfliegerin
    • Insel-Bücherei - 1315: Ich muß mein Herz üben

      Gedichte

      • 85 stron
      • 3 godziny czytania

      Angela Krauß gilt Lesern und Kritikern seit langem als eine Dichterin von Prosawerken mit seltener Suggestivkraft. Von der »Geborgenheit im Grenzenlosen«, von der »Einübung der Zartheit zur Wahrung des Gleichgewichts« spricht sie selbst, und in der Laudatio zur Verleihung des Hermann-Lenz-Preises, den Angela Krauß 2007 erhielt, ist die Rede von ihrer »Fähigkeit, sich in eine Harmonie mit der Welt zu setzen, die dies freilich niemandem leicht macht«. Erstmals legt Angela Krauß nun Gedichte vor. In diesen scheint erneut auf, was an ihrer Prosa gerühmt wird: Zärtlichkeit und Zauberkraft, Philosophie und Sinnlichkeit, Ernst und Leichtigkeit angesichts der großen Fragen. Der Zeichner Hanns Schimansky und die Dichterin Angela Krauß, beide verbindet eine lange Freundschaft, sie haben ihre Werke einander zugeordnet, so daß sie sich auf spielerische Weise berühren. Hanns Schimansky, Zeichner, geboren 1949, ist Professor an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, Mitglied der Akademie der Künste, Berlin; zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.

      Insel-Bücherei - 1315: Ich muß mein Herz üben