Die Autorin geht dem Spinnen und Weben und dem Basismaterial Flachs und Wolle auf der Ebene der Alltagskultur rund um Spinnstuben, um Flachsanbau und -aufbereitung nach, sie erläutert die verschiedenen vorindustriellen Technologien von den ersten primitiven Webstühlen Handspindeln, Spinnrädern bis zur fortschreitenden Mechanisierung dieser Handwerkskünste. Nützlich, schmückend und von sinnfälliger Symbolik, so wurde das Spinnen und Weben von jeher gesehen. Jenseits der sozialen Wirklichkeit einer vorindustriellen Zeit geben Märchen und Mythen Antworten auf Fragen, die Menschen sich stellen. Göttinnen spinnen Lebensfäden und arbeiten an der »Weltenwebe«; Gestalten aus der Zauberwelt spinnen Stroh zu Gold, weben überirdisch feine Stoffe – mythische Bilder für alles Menschenwerk, für textile Handwerkskunst wie für individuelle Lebensgestaltung schlechthin, die ohne Hilfe aus jenseitigen Sphären nicht gelingen kann. Hemden, gewebt als Erlösungswerk für die verzauberten Brüder, wegweisende Zauberknäuel, feinste Fäden und kostbarste Stoffe, die auf kleinstem Raum einen ganzen Kosmos abbilden – diese und andere Motive beleuchten die reiche Symbolik der Textilkünste.
Helga Volkmann Kolejność książek (chronologicznie)





Unterwegs nach Eden
- 166 stron
- 6 godzin czytania
Das Paradies, Inbild von Fülle, Geborgenheit und Gottnähe, eigentlich im Jenseits der reinen Ideen zu Hause, wurde von jeher und in vielen Kulturen als Garten gesehen. Der Garten erinnert an die Gefilde der Seligen und weist über seine irdischen Beete, Bäume, Pflanzen und Wasserkünste, ja über die Gesamtheit seiner zeittypischen Anlage hinaus in die Welt der Bilder und Symbole. Helga Volkmann ist dem Archetypus Garten in der Literatur von den Anfängen im Zweistromland bis in die Moderne nachgegangen und lädt den Leser zu fiktiven Spaziergängen in bekannte und weniger bekannte Dichtergärten ein. Homers Fürstengarten auf der Phäakeninsel, der Garten und das Gärtnern in Goethes »Wahlverwandtschaften« sind hier unverzichtbar. Doch auch manche bisher verschlossene Gartentür der Literatur öffnet sich zum Besuch. Die besondere Spezies der Gärtner und Gartenfreunde, der verwerfliche Frevel am und im Garten des anderen, die Gärten der verlorenen und ersehnten Paradiese, die Gärten der Kindheit und die der Erotik – das sind die verschiedenen Aspekte, unter denen die Beziehung von Mensch und Garten betrachtet wird. Längsschnitte durch die Historie in den einzelnen Kapiteln eröffnen dabei sowohl garten- als auch literaturgeschichtlich erhellende Perspektiven.
Märchen der Welt: Märchen von Spiel und Tanz
- 192 strony
- 7 godzin czytania
*** Auf dem FLIEGENDEN TEPPICH um die Welt: die schönsten Märchen endlich wieder lieferbar! *** In vielen Volksmärchen wird gespielt und getanzt. Turniere und Bälle gehören zur höfischen Lebensart. Dabei verbreiten Musik und Rhythmus nicht selten einen magischen Zwang, der die Seele beschwingt und zugleich in Gefahr bringt. Allzu leichtfertig wird das Seelenheil verwirkt, wenn der Teufel aufspielt.