Philipp Hainhofer, eine herausragende Figur der Kunstvermittlung im 17. Jahrhundert, verband gekonnt Kunsthandel und diplomatische Aktivitäten. Kurz vor dem Dreißigjährigen Krieg schuf er durch seine Netzwerke geordnete Mikrokosmen, die als Antwort auf die politischen und konfessionellen Spannungen seiner Zeit dienten. Seine Rolle als kunstdiplomatischer Vermittler nördlich der Alpen hebt ihn als Schlüsselfigur in einem turbulenten historischen Kontext hervor.
Michael Wenzel Książki



München ist ein Musterbeispiel der konfessionell kodierten Residenzstadt im Vorfeld des Dreißigjährigen Krieges. Ein wichtiger Zeuge hierfür ist der Kunst- und Politikagent Philipp Hainhofer (1578–1647), der die bayerische Hauptstadt zwischen 1603 und 1636 insgesamt siebenmal besuchte. Von fast jedem dieser Aufenthalte sind Reiseberichte erhalten, die äußerst wichtige Quellen zur Gestalt der Stadt und der kulturhistorischen Stellung des bayerischen Hofes im frühen 17. Jahrhundert darstellen. Der vorliegende Band vereinigt zehn Beiträge der Residenzenforschung mit besonderem Blick auf Kunst- und Sammlungspolitik, Beschreibungskunst aus der Perspektive von Reisenden sowie den Konnex von materieller Kultur, Stilbildung und Konfession.
Zwischen New York und Bonn liegt Lissabon
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Bonn in diesem Jahr, 2026. Eine kleine Delegation der Vereinten Nationen soll prüfen, ob die einstige Hauptstadt Westdeutschlands dauerhaft zum Hauptsitz der UN ausgebaut werden soll – Donald Trump lässt grüßen. Kurz vor ihrer Abreise zurück nach New York unternehmen die sechs Delegationsmitglieder – alle untergebracht im Rheinhotel Dreesen - noch eine Restaurant- und Kneipentour durch Bad Godesberg. Ihr Guide, der Deutsch-Portugiese Miguel Ritter, durchläuft zurzeit nicht gerade die glücklichste Phase seines Lebens. Aber während der Tour lernt er die UN-Mitarbeiterin Fátima Álvares kennen und lieben. Der historisch-kulinarische Rundgang wird zu einer Zeitreise durch die ersten 50 Jahre der Bundesrepublik Deutschland, die lange Nacht vielleicht zur Entscheidung darüber, wie der Bericht der Delegation ausfallen wird. Die Zukunft Bonns liegt auch in den Händen von Miguel. Und was wird aus ihm und Fátima? Auf melancholisch-gefühlvolle Weise erzählt Michael Wenzel die Geschichte eines Mannes in den besten Jahren, der auf der Suche nach dem Glück die Sehnsucht trifft. Und die liegt irgendwo zwischen New York, Bonn und Lissabon. Ein literarisches Roadmovie, das nicht nur eine Reise durch die Bonner Republik ist, sondern auch eine Liebeserklärung an das Land der Entdecker: Portugal. Und eine deutsch-portugiesische Liebesgeschichte mit ungewissem Ausgang. Außerdem ein Bonn/Berlin-Roman, wie es ihn bislang noch nicht gegeben hat.