Bookbot

Amerigo

Die Geschichte eines historischen Irrtums

Ocena książki

Więcej o książce

Eine »kleine Studie über das Vespucci-Problem« nannte Stefan Zweig diesen didaktisch angelegten Essay, der zuerst 1944 posthum mit dem Untertitel ›Geschichte eines historischen lrrtums‹ erschien. Diese Untersuchung, wie es zur Benennung Amerikas nach dem Vornamen eines Mannes kam, der mit der eigentlichen Entdeckung gar nichts zu tun hatte, gehört, trotz ihres schmalen Umfangs, in die Reihe von Stefan Zweigs »histoires racontées«, seiner großen Zeit- und Geschichtsdarstellungen. Der italienische Seefahrer Amerigo Vespucci (1451–1512) deckte mit seiner Erkenntnis eines anderen, des neuen Erdteils lediglich Christoph Columbus' Irrtum auf, er habe den kürzesten Seeweg nach Indien gefunden. Für die Namensgebung aber ist er durchaus nicht verantwortlich – die erfolgte, ohne sein Wissen und Zutun, 1507 durch den Kartographen Martin Waldseemüller in der ›Cosmographiae introductio‹, der Einführung in die Kosmographie. Dort heißt es, da Americus - eine eigenwillig latinisierte Form von Amerigo! - den vierten Erdteil als solchen erkannt habe, könne man ihn Americus oder - da alle Erdteile weiblich bezeichnet werden - America nennen. Dies also ist »der eigentliche Taufschein Amerikas«, und so hat für lange Zeit der Namenspatron Amerigo Vespucci ungerechtfertigterweise als der Entdecker der Neuen Welt gegolten...

Wydanie

Zakup książki

Amerigo, Stefan Zweig

Język
Rok wydania
1989
Oprawa
(miękka),
Stan książki
Uszkodzony
Cena
14,29 zł

Metody płatności

4,0
Bardzo dobra
107 Ocena

Brakuje nam tutaj Twojej recenzji.

Tytuł
Amerigo
Podtytuł
Die Geschichte eines historischen Irrtums
Język
niemiecki
Rok wydania
1989
Oprawa
miękka
Liczba stron
109
ISBN10
3596292417
ISBN13
9783596292417
Seria
Oryginalna nazwa
Amerigo
Ocena
3,95 z 5
Opis
Eine »kleine Studie über das Vespucci-Problem« nannte Stefan Zweig diesen didaktisch angelegten Essay, der zuerst 1944 posthum mit dem Untertitel ›Geschichte eines historischen lrrtums‹ erschien. Diese Untersuchung, wie es zur Benennung Amerikas nach dem Vornamen eines Mannes kam, der mit der eigentlichen Entdeckung gar nichts zu tun hatte, gehört, trotz ihres schmalen Umfangs, in die Reihe von Stefan Zweigs »histoires racontées«, seiner großen Zeit- und Geschichtsdarstellungen. Der italienische Seefahrer Amerigo Vespucci (1451–1512) deckte mit seiner Erkenntnis eines anderen, des neuen Erdteils lediglich Christoph Columbus' Irrtum auf, er habe den kürzesten Seeweg nach Indien gefunden. Für die Namensgebung aber ist er durchaus nicht verantwortlich – die erfolgte, ohne sein Wissen und Zutun, 1507 durch den Kartographen Martin Waldseemüller in der ›Cosmographiae introductio‹, der Einführung in die Kosmographie. Dort heißt es, da Americus - eine eigenwillig latinisierte Form von Amerigo! - den vierten Erdteil als solchen erkannt habe, könne man ihn Americus oder - da alle Erdteile weiblich bezeichnet werden - America nennen. Dies also ist »der eigentliche Taufschein Amerikas«, und so hat für lange Zeit der Namenspatron Amerigo Vespucci ungerechtfertigterweise als der Entdecker der Neuen Welt gegolten...