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Die Vertreibung aus der Hölle

Roman

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Im frühen 17. Jahrhundert lebt Manoel Dias Soeiro, das jüngste Kind einer Familie von Marranen, unter der ständigen Bedrohung der Inquisition. Unwissend über seine Herkunft, beteiligt sich Manoel an den grausamen Spielen seiner Altersgenossen. Als seine Eltern von Inquisitoren gefasst werden, beginnt für ihn eine abenteuerliche Flucht, die ihn schließlich nach Amsterdam führt, wo er als Samuel Manasseh ben Israel in die Geschichte eingeht. In der Gegenwart besucht der Historiker Viktor Abravanel, geboren 1955, ein Klassentreffen und sorgt für einen Eklat, indem er Lehrkräfte als ehemalige NSDAP-Mitglieder beschuldigt. In Gesprächen mit seiner Jugendliebe Hildegund reflektiert er tragikomische Erlebnisse seiner Schulzeit. Die beiden Biografien sind eng miteinander verwoben, mit Parallelen zwischen Samuels Flucht vor der Inquisition und Viktors jüdischem Vater, der vor den Nazis fliehen musste. Menasse thematisiert alltägliche Grausamkeiten und private Höllen, die erst im Rückblick erkennbar werden. Sein Roman bietet ein düsteres Bild der Gegenwart, geprägt von Sarkasmus und Groteske. Die historischen Passagen sind packend und einfühlsam geschildert, während die narrative Verbindung zwischen den beiden Lebensgeschichten nicht ganz aufgeht, was dem Werk etwas an innerer Kraft nimmt. Die Erkenntnis bleibt, dass sich Geschichte wiederholt und wir uns selbst in ihr erkennen.

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Die Vertreibung aus der Hölle, Robert Menasse

Język
Rok wydania
2003
Oprawa
(miękka),
Stan książki
Dobry
Cena
14,29 zł

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4,1
Bardzo dobra
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Tytuł
Die Vertreibung aus der Hölle
Podtytuł
Roman
Język
niemiecki
Wydawca
Suhrkamp
Rok wydania
2003
Oprawa
miękka
Liczba stron
492
ISBN10
3518399934
ISBN13
9783518399934
Seria
Pierwsze wydanie
2001
Oryginalna nazwa
Die Vertreibung aus der Hölle
Ocena
4,05 z 5
Opis
Im frühen 17. Jahrhundert lebt Manoel Dias Soeiro, das jüngste Kind einer Familie von Marranen, unter der ständigen Bedrohung der Inquisition. Unwissend über seine Herkunft, beteiligt sich Manoel an den grausamen Spielen seiner Altersgenossen. Als seine Eltern von Inquisitoren gefasst werden, beginnt für ihn eine abenteuerliche Flucht, die ihn schließlich nach Amsterdam führt, wo er als Samuel Manasseh ben Israel in die Geschichte eingeht. In der Gegenwart besucht der Historiker Viktor Abravanel, geboren 1955, ein Klassentreffen und sorgt für einen Eklat, indem er Lehrkräfte als ehemalige NSDAP-Mitglieder beschuldigt. In Gesprächen mit seiner Jugendliebe Hildegund reflektiert er tragikomische Erlebnisse seiner Schulzeit. Die beiden Biografien sind eng miteinander verwoben, mit Parallelen zwischen Samuels Flucht vor der Inquisition und Viktors jüdischem Vater, der vor den Nazis fliehen musste. Menasse thematisiert alltägliche Grausamkeiten und private Höllen, die erst im Rückblick erkennbar werden. Sein Roman bietet ein düsteres Bild der Gegenwart, geprägt von Sarkasmus und Groteske. Die historischen Passagen sind packend und einfühlsam geschildert, während die narrative Verbindung zwischen den beiden Lebensgeschichten nicht ganz aufgeht, was dem Werk etwas an innerer Kraft nimmt. Die Erkenntnis bleibt, dass sich Geschichte wiederholt und wir uns selbst in ihr erkennen.