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Das Bild als kommunikatives Medium

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  • 365 stron
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Eine allgemeine Bildwissenschaft hat sich bislang nicht etabliert, und die Frage nach ihrer Form und ihrem Inhalt bleibt unbeantwortet. Die vorliegenden Überlegungen gehen davon aus, dass eine solche Wissenschaft nur als disziplinenübergreifendes Unternehmen möglich ist. Sie stellt keine neue Disziplin dar, sondern bietet einen Theorierahmen, der für verschiedene relevante Disziplinen ein integratives Forschungsprogramm schafft. Der Vorschlag für diesen Rahmen basiert auf der Idee, dass Bilder wahrnehmungsnahe Zeichen sind. Der Begriff 'Allgemeine Bildwissenschaft' orientiert sich an der erfolgreichen Etablierung einer allgemeinen Sprachwissenschaft und vermittelt die Überzeugung, dass eine ähnliche Entwicklung im Bereich der Bilder möglich ist. Dabei wird jedoch nicht angestrebt, Bilder wie sprachliche Zeichen zu untersuchen. Vielmehr ist ihre Erforschung nur im Zusammenspiel von semiotischen und wahrnehmungstheoretischen Überlegungen sinnvoll. Historisch betrachtet könnte der ›linguistic turn‹ als ein ›semiotic turn‹ interpretiert werden, der jedoch durch die traditionelle rationalistische Betonung höherer Erkenntniskräfte eingeschränkt wurde. Der noch ausstehende ›visualistic turn‹ würde demnach das unvollendete Projekt des ›semiotic turn‹ um eine der sinnlichen Formen der Welterschließung erweitern.

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Das Bild als kommunikatives Medium, Klaus Sachs Hombach

Język
Rok wydania
2003
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Das Bild als kommunikatives Medium
Język
niemiecki
Wydawca
von Halem
Rok wydania
2003
Oprawa
miękka
Liczba stron
365
ISBN10
3931606708
ISBN13
9783931606701
Seria
Opis
Eine allgemeine Bildwissenschaft hat sich bislang nicht etabliert, und die Frage nach ihrer Form und ihrem Inhalt bleibt unbeantwortet. Die vorliegenden Überlegungen gehen davon aus, dass eine solche Wissenschaft nur als disziplinenübergreifendes Unternehmen möglich ist. Sie stellt keine neue Disziplin dar, sondern bietet einen Theorierahmen, der für verschiedene relevante Disziplinen ein integratives Forschungsprogramm schafft. Der Vorschlag für diesen Rahmen basiert auf der Idee, dass Bilder wahrnehmungsnahe Zeichen sind. Der Begriff 'Allgemeine Bildwissenschaft' orientiert sich an der erfolgreichen Etablierung einer allgemeinen Sprachwissenschaft und vermittelt die Überzeugung, dass eine ähnliche Entwicklung im Bereich der Bilder möglich ist. Dabei wird jedoch nicht angestrebt, Bilder wie sprachliche Zeichen zu untersuchen. Vielmehr ist ihre Erforschung nur im Zusammenspiel von semiotischen und wahrnehmungstheoretischen Überlegungen sinnvoll. Historisch betrachtet könnte der ›linguistic turn‹ als ein ›semiotic turn‹ interpretiert werden, der jedoch durch die traditionelle rationalistische Betonung höherer Erkenntniskräfte eingeschränkt wurde. Der noch ausstehende ›visualistic turn‹ würde demnach das unvollendete Projekt des ›semiotic turn‹ um eine der sinnlichen Formen der Welterschließung erweitern.