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Die Sprache und das Ganze

Entwurf einer antireduktionistischen Sprachphilosophie

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Im postanalytischen und neostrukturalistischen Sprachdenken, insbesondere bei Davidson, Derrida und Brandom, wird das Ende des linguistic turn eingeläutet. Ausgehend von diesem Diskussionsstand wird dargelegt, wie sprachliches Verstehen und Bedeutung in Verbindung mit sprachlicher Praxis, normativen Bindungen unter Verstehenden und nichtsprachlichen Praktiken in der Welt Kontur erhalten. Versuche, Sprache auf Praxis oder Normativität zu reduzieren, gelten als gescheitert. Die Kritik am sprachphilosophischen Paradigma ist nur dann fundiert, wenn sie in die Bedeutungstheorie integriert wird, was das Ziel der Untersuchungen ist. Diese sollen eine alte hermeneutische Einsicht in der Sprachphilosophie wiederbeleben, die nach Heidegger mit dem Begriff der Welterschließung diskutiert wurde. Sprache und Denken sind demnach Aspekte des Standes in der Welt, den sprachlich Verstehende erreichen. Diese Aspekte können nicht isoliert betrachtet werden. Die Hermeneutik hat aufgrund dieser Einsicht oft Abstand von einer genaueren Betrachtung der Fragen sprachlicher Bedeutung genommen, aus Angst vor einem technizistischen Missverständnis der welterschließenden Dimension der Sprache. Bertram hält diesen Argwohn für revisionsbedürftig und argumentiert, dass eine solche Haltung dazu führt, dass technizistisch kritisierte Ansätze tatsächlich das Feld der Sprachphilosophie dominieren. Es gilt, das sprachphilosophische Projekt zwischen der Isolation

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Die Sprache und das Ganze, Georg W. Bertram

Język
Rok wydania
2006
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Die Sprache und das Ganze
Podtytuł
Entwurf einer antireduktionistischen Sprachphilosophie
Język
niemiecki
Rok wydania
2006
Oprawa
miękka
Liczba stron
263
ISBN10
3938808152
ISBN13
9783938808153
Seria
Ocena
5 z 5
Opis
Im postanalytischen und neostrukturalistischen Sprachdenken, insbesondere bei Davidson, Derrida und Brandom, wird das Ende des linguistic turn eingeläutet. Ausgehend von diesem Diskussionsstand wird dargelegt, wie sprachliches Verstehen und Bedeutung in Verbindung mit sprachlicher Praxis, normativen Bindungen unter Verstehenden und nichtsprachlichen Praktiken in der Welt Kontur erhalten. Versuche, Sprache auf Praxis oder Normativität zu reduzieren, gelten als gescheitert. Die Kritik am sprachphilosophischen Paradigma ist nur dann fundiert, wenn sie in die Bedeutungstheorie integriert wird, was das Ziel der Untersuchungen ist. Diese sollen eine alte hermeneutische Einsicht in der Sprachphilosophie wiederbeleben, die nach Heidegger mit dem Begriff der Welterschließung diskutiert wurde. Sprache und Denken sind demnach Aspekte des Standes in der Welt, den sprachlich Verstehende erreichen. Diese Aspekte können nicht isoliert betrachtet werden. Die Hermeneutik hat aufgrund dieser Einsicht oft Abstand von einer genaueren Betrachtung der Fragen sprachlicher Bedeutung genommen, aus Angst vor einem technizistischen Missverständnis der welterschließenden Dimension der Sprache. Bertram hält diesen Argwohn für revisionsbedürftig und argumentiert, dass eine solche Haltung dazu führt, dass technizistisch kritisierte Ansätze tatsächlich das Feld der Sprachphilosophie dominieren. Es gilt, das sprachphilosophische Projekt zwischen der Isolation