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Blau

Die Geschichte einer Farbe

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Es ist nicht der Künstler, der eine Farbe prägt, sondern die Gesellschaft, die sie rezipiert. So unterliegt der Symbolgehalt des Blau einer sehr wechselvollen Geschichte von der Antike bis heute. Jahrhundertelang fristete es ein Nischendasein. In der römischen Antike zählten nur Weiß, Schwarz und Rot. Erst mit dem Marienkult im 11. Jahrhundert wird das Blau wichtiger Bestandteil der klerikalen und dann auch der politischen Ikonographie. Als Kennzeichen der Gottesmutter und des Königs, später auch von Soldaten wird es zum neuen Konkurrenten des Rot. Pastoureau folgt den Spuren des Blau auf seinen verschlungenen Wegen nicht nur in Bildzeugnissen, sondern auch in zahlreichen Beschreibungen in literarischen und wissenschaftlichen Texten, bei Goethe sogar in doppelter Hinsicht mit seiner Farbenlehre und dem Werther. Farben wurden dabei oft bestimmte Eigenschaften zugeschrieben, auch moralische. Nicht zufällig ist das Signet der EU ebenso blau wie das der UNO. Der Autor beschreibt schließlich auch das Handwerk des Färbens, das den blauen Triumphzug überhaupt erst möglich machte und der Palette des Blau zu einem enormen Variantenreichtum verhalf.

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Blau, Michel Pastoureau

Język
Rok wydania
2013
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Blau
Podtytuł
Die Geschichte einer Farbe
Język
niemiecki
Wydawca
Wagenbach
Rok wydania
2013
Oprawa
miękka
ISBN10
3803127181
ISBN13
9783803127181
Ocena
4,1 z 5
Opis
Es ist nicht der Künstler, der eine Farbe prägt, sondern die Gesellschaft, die sie rezipiert. So unterliegt der Symbolgehalt des Blau einer sehr wechselvollen Geschichte von der Antike bis heute. Jahrhundertelang fristete es ein Nischendasein. In der römischen Antike zählten nur Weiß, Schwarz und Rot. Erst mit dem Marienkult im 11. Jahrhundert wird das Blau wichtiger Bestandteil der klerikalen und dann auch der politischen Ikonographie. Als Kennzeichen der Gottesmutter und des Königs, später auch von Soldaten wird es zum neuen Konkurrenten des Rot. Pastoureau folgt den Spuren des Blau auf seinen verschlungenen Wegen nicht nur in Bildzeugnissen, sondern auch in zahlreichen Beschreibungen in literarischen und wissenschaftlichen Texten, bei Goethe sogar in doppelter Hinsicht mit seiner Farbenlehre und dem Werther. Farben wurden dabei oft bestimmte Eigenschaften zugeschrieben, auch moralische. Nicht zufällig ist das Signet der EU ebenso blau wie das der UNO. Der Autor beschreibt schließlich auch das Handwerk des Färbens, das den blauen Triumphzug überhaupt erst möglich machte und der Palette des Blau zu einem enormen Variantenreichtum verhalf.