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Geschönte Geschichten - geschonte Biographien

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  • 168 stron
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Bernd Rüthers veranschaulicht am Beispiel der Jurisprudenz, wie geistes- und sozialwissenschaftliche Disziplinen ihre Geschichte nach Systemwechseln und Verfassungsumbrüchen reflektieren. Zwischen 1918 und 1990 entstanden in Deutschland zahlreiche 'Wendeliteraturen' in allen humanwissenschaftlichen Disziplinen, einschließlich der Belletristik. Diese Werke thematisieren den Aufstieg neuer und den Niedergang alter Verfassungsordnungen, oft im Kontext von Legitimation oder Kritik. Obwohl sie von einzelnen Autorinnen und Autoren, häufig führenden Köpfen ihrer Bereiche, verfasst werden, spiegeln sie in der Regel das Denken und Fühlen von 'Sozialisationskohorten' wider. Diese Gruppen, geprägt durch gemeinsame Erlebnisse und Systemeinflüsse, entwickeln übereinstimmende Weltbilder, Empfindungen und Denk- sowie Urteilsmuster, was zu einheitlichen gesellschaftlichen und politischen Verhaltensweisen führt. Rüthers analysiert diese Zusammenhänge anhand der deutschen Juristengenerationen nach 1933, 1945/49 und 1989/90 und zieht zahlreiche Parallelen zu angrenzenden Themen wie dem Literaturstreit, dem Historikerstreit und der Rolle der '68er'. Er zeigt auf, dass dieser kollektive Aspekt ein bedeutendes Phänomen in der geistesgeschichtlichen Entwicklung darstellt.

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Geschönte Geschichten - geschonte Biographien, Bernd Rüthers

Język
Rok wydania
2001
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Geschönte Geschichten - geschonte Biographien
Język
niemiecki
Rok wydania
2001
Oprawa
miękka
Liczba stron
168
ISBN10
3161476514
ISBN13
9783161476518
Seria
Opis
Bernd Rüthers veranschaulicht am Beispiel der Jurisprudenz, wie geistes- und sozialwissenschaftliche Disziplinen ihre Geschichte nach Systemwechseln und Verfassungsumbrüchen reflektieren. Zwischen 1918 und 1990 entstanden in Deutschland zahlreiche 'Wendeliteraturen' in allen humanwissenschaftlichen Disziplinen, einschließlich der Belletristik. Diese Werke thematisieren den Aufstieg neuer und den Niedergang alter Verfassungsordnungen, oft im Kontext von Legitimation oder Kritik. Obwohl sie von einzelnen Autorinnen und Autoren, häufig führenden Köpfen ihrer Bereiche, verfasst werden, spiegeln sie in der Regel das Denken und Fühlen von 'Sozialisationskohorten' wider. Diese Gruppen, geprägt durch gemeinsame Erlebnisse und Systemeinflüsse, entwickeln übereinstimmende Weltbilder, Empfindungen und Denk- sowie Urteilsmuster, was zu einheitlichen gesellschaftlichen und politischen Verhaltensweisen führt. Rüthers analysiert diese Zusammenhänge anhand der deutschen Juristengenerationen nach 1933, 1945/49 und 1989/90 und zieht zahlreiche Parallelen zu angrenzenden Themen wie dem Literaturstreit, dem Historikerstreit und der Rolle der '68er'. Er zeigt auf, dass dieser kollektive Aspekt ein bedeutendes Phänomen in der geistesgeschichtlichen Entwicklung darstellt.