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Schwester

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„Wir spazieren auf der Strandpromenade, es ist Nachmittag, heiß und die Fähnchen auf der Balustrade zum Meer flattern im Wind, und wir gefallen uns, wir sind schön angezogen. Wir haben lange Zeit vor dem Spiegel verbracht. Meine Schwester trägt ein schulterfreies Kleid aus einem Stoff, der aussieht, als hätte jemand beim Aquarellieren den Pinsel immer wieder nachlässig daran abgewischt. Ich beneide sie um dieses Kleid.“ Die Schwester ist blond, hellhäutig und kränklich, was die Aufmerksamkeit der Mutter fast vollständig beansprucht. Sie ist die erste und engste Spielkameradin, die Miterfinderin von Fantasiewelten, eine hasserfüllte Gegnerin und gleichzeitig ein begehrtes Objekt schwesterlicher Liebe. Ihre Krankheit führt zu einer zunehmenden Verletzbarkeit und Schwäche, die in Ablehnung und Grausamkeit umschlägt. Die Entfremdung zwischen den Schwestern wird unüberwindbar. Als sie an einem Asthmaanfall stirbt, hinterlässt sie die Erzählerin in einem Zustand der Lähmung. Selten wurde mit solch anrührender Offenheit und stilistischer Souveränität geschrieben. Die langjährige Introspektion und der Versuch, zu analysieren und zu verstehen, haben die Autorin befähigt, die komplexe Beziehung zu ihrer Schwester zu Papier zu bringen. Ein literarisches Meisterwerk, das von großer Unerschrockenheit und Menschlichkeit zeugt.

Wydanie

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Schwester, Keto von Waberer

Język
Rok wydania
2002
Oprawa
(twarda),
Stan książki
Dobry
Cena
5,19 zł
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3,6
Bardzo dobra
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Tytuł
Schwester
Język
niemiecki
Rok wydania
2002
Oprawa
twarda
ISBN10
3827004853
ISBN13
9783827004857
Seria
Ocena
3,6 z 5
Opis
„Wir spazieren auf der Strandpromenade, es ist Nachmittag, heiß und die Fähnchen auf der Balustrade zum Meer flattern im Wind, und wir gefallen uns, wir sind schön angezogen. Wir haben lange Zeit vor dem Spiegel verbracht. Meine Schwester trägt ein schulterfreies Kleid aus einem Stoff, der aussieht, als hätte jemand beim Aquarellieren den Pinsel immer wieder nachlässig daran abgewischt. Ich beneide sie um dieses Kleid.“ Die Schwester ist blond, hellhäutig und kränklich, was die Aufmerksamkeit der Mutter fast vollständig beansprucht. Sie ist die erste und engste Spielkameradin, die Miterfinderin von Fantasiewelten, eine hasserfüllte Gegnerin und gleichzeitig ein begehrtes Objekt schwesterlicher Liebe. Ihre Krankheit führt zu einer zunehmenden Verletzbarkeit und Schwäche, die in Ablehnung und Grausamkeit umschlägt. Die Entfremdung zwischen den Schwestern wird unüberwindbar. Als sie an einem Asthmaanfall stirbt, hinterlässt sie die Erzählerin in einem Zustand der Lähmung. Selten wurde mit solch anrührender Offenheit und stilistischer Souveränität geschrieben. Die langjährige Introspektion und der Versuch, zu analysieren und zu verstehen, haben die Autorin befähigt, die komplexe Beziehung zu ihrer Schwester zu Papier zu bringen. Ein literarisches Meisterwerk, das von großer Unerschrockenheit und Menschlichkeit zeugt.