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Ermöglichungsverhältnisse

Die Kooperation von NS-Sondereinheiten im Holocaust am Beispiel des I./SS-Gendarmerie-Bataillons (mot.)

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Mit der Ingangsetzung der „Aktion Reinhardt“ im Frühjahr 1942 wurden im besetzten polnischen Gebiet zahlreiche Polizei-, SS- und Sondereinheiten für den Völkermord an den Jüdinnen und Juden eingesetzt. Während die Verbrechen des Reserve-Polizeibataillons 101 bekannt sind, blieb die Sondereinheit des „I. Gendarmerie-Bataillons (mot.)“ weitgehend unbeachtet, obwohl ihre Verbrechen vergleichbare Dimensionen erreichten. Die Studie untersucht die Taten, Einsatzräume, Strukturen und das Personal des Gendarmerie-Bataillons und analysiert erstmals detailliert die Polizeisparte der Gendarmerie im Kontext des Institutionengeflechts im Generalgouvernement. Der Autor beleuchtet die Voraussetzungen, die es den Polizisten ermöglichten, über Jahre hinweg an Massenmorden mitzuwirken. Mit einem neuen intermediären Ansatz verbindet er strukturelle, personale und situationale Erklärungsansätze, die in der „NS-Täterforschung“ oft dichotom betrachtet wurden. Die Analyse der Kooperation und Vernetzung eröffnet neue Einblicke in die Verfolgungs- und Mordprozesse sowie in die innerinstitutionellen Strukturen einer NS-Sondereinheit. Die Studie stützt sich auf organisationale Quellen und personenbezogene Dokumente aus verschiedenen Archiven, insbesondere auf Einsatzbefehle und -berichte, die oft übersehen werden. Ein umfangreicher Aktenbestand aus einem jahrzehntelangen Ermittlungsverfahren gegen die ehemaligen Angehörigen des Bataillons ermöglicht ein

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Ermöglichungsverhältnisse, Marius Seydel

Język
Rok wydania
2023
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Tytuł
Ermöglichungsverhältnisse
Podtytuł
Die Kooperation von NS-Sondereinheiten im Holocaust am Beispiel des I./SS-Gendarmerie-Bataillons (mot.)
Język
niemiecki
Wydawca
Velbrück
Rok wydania
2023
ISBN10
3958323367
ISBN13
9783958323360
Seria
Opis
Mit der Ingangsetzung der „Aktion Reinhardt“ im Frühjahr 1942 wurden im besetzten polnischen Gebiet zahlreiche Polizei-, SS- und Sondereinheiten für den Völkermord an den Jüdinnen und Juden eingesetzt. Während die Verbrechen des Reserve-Polizeibataillons 101 bekannt sind, blieb die Sondereinheit des „I. Gendarmerie-Bataillons (mot.)“ weitgehend unbeachtet, obwohl ihre Verbrechen vergleichbare Dimensionen erreichten. Die Studie untersucht die Taten, Einsatzräume, Strukturen und das Personal des Gendarmerie-Bataillons und analysiert erstmals detailliert die Polizeisparte der Gendarmerie im Kontext des Institutionengeflechts im Generalgouvernement. Der Autor beleuchtet die Voraussetzungen, die es den Polizisten ermöglichten, über Jahre hinweg an Massenmorden mitzuwirken. Mit einem neuen intermediären Ansatz verbindet er strukturelle, personale und situationale Erklärungsansätze, die in der „NS-Täterforschung“ oft dichotom betrachtet wurden. Die Analyse der Kooperation und Vernetzung eröffnet neue Einblicke in die Verfolgungs- und Mordprozesse sowie in die innerinstitutionellen Strukturen einer NS-Sondereinheit. Die Studie stützt sich auf organisationale Quellen und personenbezogene Dokumente aus verschiedenen Archiven, insbesondere auf Einsatzbefehle und -berichte, die oft übersehen werden. Ein umfangreicher Aktenbestand aus einem jahrzehntelangen Ermittlungsverfahren gegen die ehemaligen Angehörigen des Bataillons ermöglicht ein