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Praktiken der Aneignung

Kulturelle Kontakte im nordöstlichen Azovraum vom späten 7.–3. Jh. v. Chr.

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Im letzten Viertel des 7. Jahrhunderts v. Chr. wurde im Nordosten des Azovschen Meeres bei Taganrog die nördlichste bekannte griechische Siedlung gegründet. Dies führte zu dauerhaften Beziehungen zu Poleis an den Küsten des Schwarzen Meeres und der Ägäis, was sich in der Fülle von Transportamphoren und Keramikgefäßen zeigt. Bis zum Beginn des 3. Jahrhunderts v. Chr. nahm die Besiedlungsdichte in der Region deutlich zu. Der Band untersucht den Zusammenhang zwischen diesen Entwicklungen, indem er den Konsum importierter Objekte aus griechischen Poleis analysiert und die Konsequenzen der kulturellen Kontakte hinterfragt. Eine detaillierte Kontextanalyse einer Siedlung und eines Gräberfeldes bildet die Grundlage für die Anwendung des Modells der kulturellen Aneignung, das aus der Ethnologie in die Archäologie übertragen wurde. Dieser Ansatz betrachtet die Wandlungsfähigkeit von Objekten, die in unterschiedlichen Kulturen verschiedene Bedeutungen annehmen können. Der Zugang unterscheidet sich von der Vorstellung homogener Kulturen, die anhand materieller Hinterlassenschaften als ethnische Gemeinschaften identifiziert werden. Kulturwandel wird als dynamischer Prozess beschrieben, der gesellschaftlich initiiert wird. Die Kombination aus unveröffentlichten Materialien russischer und deutsch-russischer Grabungen sowie theoretischen Überlegungen zu Konsumgewohnheiten eröffnet neue Perspektiven auf kulturelle Kontakte in der deutschsprac

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Praktiken der Aneignung, Sabine Huy

Język
Rok wydania
2023
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Praktiken der Aneignung
Podtytuł
Kulturelle Kontakte im nordöstlichen Azovraum vom späten 7.–3. Jh. v. Chr.
Język
niemiecki
Autorzy
Sabine Huy
Rok wydania
2023
Oprawa
twarda
Liczba stron
680
ISBN10
3752006285
ISBN13
9783752006285
Seria
Opis
Im letzten Viertel des 7. Jahrhunderts v. Chr. wurde im Nordosten des Azovschen Meeres bei Taganrog die nördlichste bekannte griechische Siedlung gegründet. Dies führte zu dauerhaften Beziehungen zu Poleis an den Küsten des Schwarzen Meeres und der Ägäis, was sich in der Fülle von Transportamphoren und Keramikgefäßen zeigt. Bis zum Beginn des 3. Jahrhunderts v. Chr. nahm die Besiedlungsdichte in der Region deutlich zu. Der Band untersucht den Zusammenhang zwischen diesen Entwicklungen, indem er den Konsum importierter Objekte aus griechischen Poleis analysiert und die Konsequenzen der kulturellen Kontakte hinterfragt. Eine detaillierte Kontextanalyse einer Siedlung und eines Gräberfeldes bildet die Grundlage für die Anwendung des Modells der kulturellen Aneignung, das aus der Ethnologie in die Archäologie übertragen wurde. Dieser Ansatz betrachtet die Wandlungsfähigkeit von Objekten, die in unterschiedlichen Kulturen verschiedene Bedeutungen annehmen können. Der Zugang unterscheidet sich von der Vorstellung homogener Kulturen, die anhand materieller Hinterlassenschaften als ethnische Gemeinschaften identifiziert werden. Kulturwandel wird als dynamischer Prozess beschrieben, der gesellschaftlich initiiert wird. Die Kombination aus unveröffentlichten Materialien russischer und deutsch-russischer Grabungen sowie theoretischen Überlegungen zu Konsumgewohnheiten eröffnet neue Perspektiven auf kulturelle Kontakte in der deutschsprac