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Božena

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  • 186 stron
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Im Herbst 1992 besucht Peter Härtling nach 1945 zum ersten Mal die Stadt seiner Kindheit, Olomouc, um den Spuren seines Vaters zu folgen, der dort als Rechtsanwalt arbeitete. In seiner Auseinandersetzung mit dem Andenken des Vaters, das er bereits in Nachgetragene Liebe thematisierte, erkennt Härtling erneut, dass Erinnerung dynamisch ist und sich mit jeder Lebensphase verändert. Sein Interesse richtet sich nun auch auf die tschechische Sekretärin seines Vaters, Bozena Koska, deren Leben nach der Nazizeit von Ausgrenzung geprägt war, da sie als Kollaborateurin galt. Die Novelle beginnt mit Bozenas Schicksal, das Härtling fiktiv, aber auf wahren Begebenheiten basierend, nachzeichnet. Nach der Befreiung der Tschechoslowakei wird Bozena klar, dass sie nicht mehr dazugehört. Ihr ehemaliger Chef, der „Herr Doktor“, wird erst als Nazi und später als Faschist betrachtet, während sie ihn als Mensch sieht, der allen half, unabhängig von ihrer Herkunft. Bozena wird verhört, ausgegrenzt und beginnt, Briefe an ihren „Herrn Doktor“ zu schreiben, um ihre unausgesprochenen Gedanken zu teilen. Später erfährt sie, dass all ihre Briefe an einen Toten gerichtet waren. Härtling beschreibt mit großer sprachlicher Intensität das Schicksal einer Frau, die unter der Gewalt der Geschichte leidet und ohne Schuld auf der falschen Seite steht.

Wydanie

Zakup książki

Božena, Peter Härtling

Język
Rok wydania
1994
Oprawa
(twarda),
Stan książki
Dobry
Cena
12,49 zł

Metody płatności

3,5
Dobra
21 Ocena

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Tytuł
Božena
Język
niemiecki
Rok wydania
1994
Oprawa
twarda
Liczba stron
186
ISBN10
3462023594
ISBN13
9783462023596
Seria
Ocena
3,5 z 5
Opis
Im Herbst 1992 besucht Peter Härtling nach 1945 zum ersten Mal die Stadt seiner Kindheit, Olomouc, um den Spuren seines Vaters zu folgen, der dort als Rechtsanwalt arbeitete. In seiner Auseinandersetzung mit dem Andenken des Vaters, das er bereits in Nachgetragene Liebe thematisierte, erkennt Härtling erneut, dass Erinnerung dynamisch ist und sich mit jeder Lebensphase verändert. Sein Interesse richtet sich nun auch auf die tschechische Sekretärin seines Vaters, Bozena Koska, deren Leben nach der Nazizeit von Ausgrenzung geprägt war, da sie als Kollaborateurin galt. Die Novelle beginnt mit Bozenas Schicksal, das Härtling fiktiv, aber auf wahren Begebenheiten basierend, nachzeichnet. Nach der Befreiung der Tschechoslowakei wird Bozena klar, dass sie nicht mehr dazugehört. Ihr ehemaliger Chef, der „Herr Doktor“, wird erst als Nazi und später als Faschist betrachtet, während sie ihn als Mensch sieht, der allen half, unabhängig von ihrer Herkunft. Bozena wird verhört, ausgegrenzt und beginnt, Briefe an ihren „Herrn Doktor“ zu schreiben, um ihre unausgesprochenen Gedanken zu teilen. Später erfährt sie, dass all ihre Briefe an einen Toten gerichtet waren. Härtling beschreibt mit großer sprachlicher Intensität das Schicksal einer Frau, die unter der Gewalt der Geschichte leidet und ohne Schuld auf der falschen Seite steht.