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Der Kadaverräumer

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Die Rede war von fünf toten Füchsen an der ungarisch-serbischen Grenze. Als das Räumkommando ankommt, finden sie Dutzende Kadaver, auch Hunde und Katzen, erschossen von Grenzposten, die sich die Zeit vertreiben wollten. Der Krieg auf dem Balkan ist vorbei, doch solche Erlebnisse werfen den Erzähler in seine Vergangenheit zurück. In einem Garten einer Berliner Klinik, wo er wegen quälender Verdauungsprobleme ist, erreicht ihn die Musik eines Kusturica-Films, und er bricht in Tränen aus. Diese Musik bringt das hervor, wovor er weglaufen wollte – die alles verwüstenden Jahre, die kein Ende nehmen konnten oder wollten. Wer ist dieser Erzähler, der zwischen traumatischen Schauplätzen seines Lebens taumelt? Er gehörte einem Kadaverräumkommando an, das einst eine andere Aufgabe hatte. Ist er Opfer oder Täter? Ein Überlebender, der im Sprechen Heilung sucht? Der Jugoslawienkrieg und sein Nachleben haben Zoltán Danyi nie losgelassen. Fast zwei Jahrzehnte lang scheiterte er daran, eine monströse Realität einzufangen, die ihn fast verschlungen hätte. Eines Tages war der Ton da – ein Sound, der beim Lesen bezwingt. Der Text schillert wie die Oberfläche eines verseuchten Gewässers, Schicht für Schicht wird abgedeckt. Ein Buch, gebaut wie ein komplexes Musikstück, dessen Schönheit Distanz und Berührung gewährt.

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Der Kadaverräumer, Zoltán Danyi

Język
Rok wydania
2018
Oprawa
(twarda),
Stan książki
Bardzo dobry
Cena
28,35 zł

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4,0
Bardzo dobra
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Tytuł
Der Kadaverräumer
Język
niemiecki
Wydawca
Suhrkamp
Rok wydania
2018
Oprawa
twarda
ISBN10
3518428357
ISBN13
9783518428351
Seria
Ocena
4 z 5
Opis
Die Rede war von fünf toten Füchsen an der ungarisch-serbischen Grenze. Als das Räumkommando ankommt, finden sie Dutzende Kadaver, auch Hunde und Katzen, erschossen von Grenzposten, die sich die Zeit vertreiben wollten. Der Krieg auf dem Balkan ist vorbei, doch solche Erlebnisse werfen den Erzähler in seine Vergangenheit zurück. In einem Garten einer Berliner Klinik, wo er wegen quälender Verdauungsprobleme ist, erreicht ihn die Musik eines Kusturica-Films, und er bricht in Tränen aus. Diese Musik bringt das hervor, wovor er weglaufen wollte – die alles verwüstenden Jahre, die kein Ende nehmen konnten oder wollten. Wer ist dieser Erzähler, der zwischen traumatischen Schauplätzen seines Lebens taumelt? Er gehörte einem Kadaverräumkommando an, das einst eine andere Aufgabe hatte. Ist er Opfer oder Täter? Ein Überlebender, der im Sprechen Heilung sucht? Der Jugoslawienkrieg und sein Nachleben haben Zoltán Danyi nie losgelassen. Fast zwei Jahrzehnte lang scheiterte er daran, eine monströse Realität einzufangen, die ihn fast verschlungen hätte. Eines Tages war der Ton da – ein Sound, der beim Lesen bezwingt. Der Text schillert wie die Oberfläche eines verseuchten Gewässers, Schicht für Schicht wird abgedeckt. Ein Buch, gebaut wie ein komplexes Musikstück, dessen Schönheit Distanz und Berührung gewährt.