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Die Macht des Charlatans

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Die kulturhistorische Analyse von Grete de Francesco, verfasst 1937, beleuchtet eine Figur, die seit dem Altertum die europäische Geschichte prägt: den Scharlatan. In seinen verschiedenen Facetten sind bereits moderne Nachfolger erkennbar. De Francesco beschreibt den Scharlatan als jemanden, der vorgibt, Fähigkeiten zu besitzen, die er nicht hat, und der die Unsicherheiten der Menschen ausnutzt, um eine eigene Wertwelt zu schaffen. Sie untersucht die Mechanismen, die in den Taschenspielertricks der Wunderheiler und den Maskenspielen der Verwandlungskünstler des 18. Jahrhunderts zu finden sind, und zeigt, wie diese Techniken später verheerende Massenbeeinflussung ermöglichen. Ihre Beispiele aus Literatur und Kunst illustrieren die Verführbarkeit des Menschen, von Alchimisten bis zu Schwarzkünstlern. De Francesco verbindet kulturhistorische und soziologische Perspektiven, indem sie auf die wechselseitige Abhängigkeit zwischen Scharlatan und Publikum hinweist. Der Scharlatan spielt mit den Hoffnungen der Massen, die sich durch Fälschungen etwas aneignen wollen, was ihnen verwehrt bleibt. Diese Dynamik führt von geheimen Tränken zu wissenschaftlichem Betrug. Im 18. Jahrhundert war man sich bereits der Blendwerk-Mechanismen im Politischen bewusst. Walter Benjamin fasst zusammen, dass die Geschichte des Scharlatans auch die Vorgeschichte der Reklame darstellt.

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Die Macht des Charlatans, Grete de Francesco

Język
Rok wydania
2021
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Die Macht des Charlatans
Język
niemiecki
Rok wydania
2021
Oprawa
twarda
ISBN10
3847704346
ISBN13
9783847704348
Seria
Tagi
Ocena
3,2 z 5
Opis
Die kulturhistorische Analyse von Grete de Francesco, verfasst 1937, beleuchtet eine Figur, die seit dem Altertum die europäische Geschichte prägt: den Scharlatan. In seinen verschiedenen Facetten sind bereits moderne Nachfolger erkennbar. De Francesco beschreibt den Scharlatan als jemanden, der vorgibt, Fähigkeiten zu besitzen, die er nicht hat, und der die Unsicherheiten der Menschen ausnutzt, um eine eigene Wertwelt zu schaffen. Sie untersucht die Mechanismen, die in den Taschenspielertricks der Wunderheiler und den Maskenspielen der Verwandlungskünstler des 18. Jahrhunderts zu finden sind, und zeigt, wie diese Techniken später verheerende Massenbeeinflussung ermöglichen. Ihre Beispiele aus Literatur und Kunst illustrieren die Verführbarkeit des Menschen, von Alchimisten bis zu Schwarzkünstlern. De Francesco verbindet kulturhistorische und soziologische Perspektiven, indem sie auf die wechselseitige Abhängigkeit zwischen Scharlatan und Publikum hinweist. Der Scharlatan spielt mit den Hoffnungen der Massen, die sich durch Fälschungen etwas aneignen wollen, was ihnen verwehrt bleibt. Diese Dynamik führt von geheimen Tränken zu wissenschaftlichem Betrug. Im 18. Jahrhundert war man sich bereits der Blendwerk-Mechanismen im Politischen bewusst. Walter Benjamin fasst zusammen, dass die Geschichte des Scharlatans auch die Vorgeschichte der Reklame darstellt.