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Unordnung und frühes Leid und andere Erzählungen

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Mit dramatischen Versuchen und Gedichten hatte Thomas Mann seine literarischen Fingerübungen gemacht, bis er, etwa zwanzigjährig, die Prosa als seine eigentliche Sprachform entdeckte. Skizzen entstanden, Studien, die Lust, Erfahrenes und Erlebtes zu berichten, wuchs, entwickelte sich zur Erzählung - Ambiente und Ereignisse, Charaktere und Handlungen griffen ineinander. Beschreibung und direkte Rede forderten klare Diktion, der Wortlaut verband sich dem Satzbau. Weder Rhythmus und Klang noch Dialog gab er auf - Thomas Mann hat sie früh schon für seine Prosa genutzt. Die Idylle 'Herr und Hund', in dessen Mittelpunkt der berühmte Bauschan steht, und 'Gesang vorn Kindchen', der, in Hexametern geschrieben, von der Tochter Elisabeth erzählt, sowie das lange Zeit unbekannt gebliebene Filmmanuskript 'Tristan und Isolde' aus dem Jahre 1923 und die 1930 entstandene, nicht zuletzt als 'politisch-moralische Anspielung' verstandene, ins bereits faschistische Italien verlegte Novelle 'Mario und der Zauberer' umrahmen 'Unordnung und frühes Leid', die ironisch distanzierte Eigenerfahrung des Familiären.

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Unordnung und frühes Leid und andere Erzählungen, Thomas Mann

Język
Rok wydania
1987
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Unordnung und frühes Leid und andere Erzählungen
Język
niemiecki
Rok wydania
1987
Oprawa
miękka
Liczba stron
277
ISBN10
3596291062
ISBN13
9783596291069
Seria
Kategorie
Ocena
3,75 z 5
Opis
Mit dramatischen Versuchen und Gedichten hatte Thomas Mann seine literarischen Fingerübungen gemacht, bis er, etwa zwanzigjährig, die Prosa als seine eigentliche Sprachform entdeckte. Skizzen entstanden, Studien, die Lust, Erfahrenes und Erlebtes zu berichten, wuchs, entwickelte sich zur Erzählung - Ambiente und Ereignisse, Charaktere und Handlungen griffen ineinander. Beschreibung und direkte Rede forderten klare Diktion, der Wortlaut verband sich dem Satzbau. Weder Rhythmus und Klang noch Dialog gab er auf - Thomas Mann hat sie früh schon für seine Prosa genutzt. Die Idylle 'Herr und Hund', in dessen Mittelpunkt der berühmte Bauschan steht, und 'Gesang vorn Kindchen', der, in Hexametern geschrieben, von der Tochter Elisabeth erzählt, sowie das lange Zeit unbekannt gebliebene Filmmanuskript 'Tristan und Isolde' aus dem Jahre 1923 und die 1930 entstandene, nicht zuletzt als 'politisch-moralische Anspielung' verstandene, ins bereits faschistische Italien verlegte Novelle 'Mario und der Zauberer' umrahmen 'Unordnung und frühes Leid', die ironisch distanzierte Eigenerfahrung des Familiären.