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Der persische Dichter Hafis liebte die Sprache und verkörperte dies im 14. Jahrhundert allegorisch in seinem Diwan, wo die "Wortbraut" Gott, Wein und Liebe besingt. Johann Wolfgang von Goethe, berauscht von Hafis' Werk, übernahm das Bild der "Wortbraut" als Motto für seinen West-Östlichen Divan und sah es als Verpflichtung für sein eigenes Schreiben. Goethes Auseinandersetzung mit Hafis resultierte in einem sinnlichen Stück Weltliteratur, in dem er das gesamte Spektrum literarischer Möglichkeiten umgreift. Mit souveräner Beherrschung von Alltagssprache und gehobener Rede sucht er, die "Lieb-, Lied- und Weinestrunkenheit" in der Sprache zu vereinen. Besonders in dem Buch Suleika, einem Meisterstück, das an die 30-jährige Marianne von Willemer gerichtet ist, wird diese Verbindung zwischen Werk und Schöpfer deutlich. Der Austausch zwischen dem 66-jährigen Dichter und seiner Geliebten wird zu einem leidenschaftlichen Dialog. Marianne trug einige der schönsten Gedichte zu Suleika bei, was das Zwiegespräch zwischen der jungen Suleika und dem greisen Hatem auf ein neues, intimes Niveau hebt. Heinrich Heine lobte die Leichtigkeit und den Zauber von Goethes Versen, die eine raumzeitlich losgelöste Liebeserklärung an die Poesie darstellen. Goethe erklärte, dass seine Dichtung dazu bestimmt sei, uns von der Gegenwart abzulösen und in die grenzenlose Freiheit zu versetzen, was besonders in seiner Zeit wohltuend war.

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W magazynie mamy łącznie książkiInsel-Taschenbuch - 75: West-östlicher Divan(1974)

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Insel-Taschenbuch - 75: West-östlicher Divan, Johann Wolfgang von Goethe, Hugo von Hofmannsthal, Oskar Loerke, Hans J. Hans Joachim Weitz, Karl Krolow

Język
Rok wydania
1974
Oprawa
(miękka),
Stan książki
Dobry
Cena
16,09 zł
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3,9
Bardzo dobra
44 Ocena

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Tytuł
Insel-Taschenbuch - 75: West-östlicher Divan
Język
niemiecki
Rok wydania
1974
Oprawa
miękka
Liczba stron
399
ISBN10
3458017755
ISBN13
9783458017752
Seria
Ocena
3,85 z 5
Opis
Der persische Dichter Hafis liebte die Sprache und verkörperte dies im 14. Jahrhundert allegorisch in seinem Diwan, wo die "Wortbraut" Gott, Wein und Liebe besingt. Johann Wolfgang von Goethe, berauscht von Hafis' Werk, übernahm das Bild der "Wortbraut" als Motto für seinen West-Östlichen Divan und sah es als Verpflichtung für sein eigenes Schreiben. Goethes Auseinandersetzung mit Hafis resultierte in einem sinnlichen Stück Weltliteratur, in dem er das gesamte Spektrum literarischer Möglichkeiten umgreift. Mit souveräner Beherrschung von Alltagssprache und gehobener Rede sucht er, die "Lieb-, Lied- und Weinestrunkenheit" in der Sprache zu vereinen. Besonders in dem Buch Suleika, einem Meisterstück, das an die 30-jährige Marianne von Willemer gerichtet ist, wird diese Verbindung zwischen Werk und Schöpfer deutlich. Der Austausch zwischen dem 66-jährigen Dichter und seiner Geliebten wird zu einem leidenschaftlichen Dialog. Marianne trug einige der schönsten Gedichte zu Suleika bei, was das Zwiegespräch zwischen der jungen Suleika und dem greisen Hatem auf ein neues, intimes Niveau hebt. Heinrich Heine lobte die Leichtigkeit und den Zauber von Goethes Versen, die eine raumzeitlich losgelöste Liebeserklärung an die Poesie darstellen. Goethe erklärte, dass seine Dichtung dazu bestimmt sei, uns von der Gegenwart abzulösen und in die grenzenlose Freiheit zu versetzen, was besonders in seiner Zeit wohltuend war.