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Die Frau in der Literatur: Die schönsten Novellen der Frieda von Bülow über Lou Andreas-Salomé und andere Frauen

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»Kannst du noch?« »Wie? Ich?!« »Weil du eben ausglittest.« »Die Steine sind naß und glatt. Aber ich nicht mehr können! Sechs Stunden will ich so fortmarschieren.« »Wir sind bald am Rasthaus.« Die das einander zurufen, sind zwei, auf die Bergstöcke gestützt, rüstig ausschreitende Wanderer, ein Mann und eine Frau. Beide sind in Wetterloden gekleidet. Er trägt Kniehosen, wollene Strümpfe und schwere Nagelschuhe. Bei ihr ist der Rock hoch geschürzt, daß er die zierlichen Füße bis über die Knöchel frei läßt. Sie durchwandern, abwärtssteigend, eine Hochgebirgsschlucht von großartiger Wildheit. Bis zu schwindelnder Höhe türmen sich auf drei Seiten die Felsen mit ihren Schluchten und Rinnsalen. Die Sonne leuchtet noch auf der fernen Hochebene, tief, tief unten, im hellen Schein des Augustnachmittags; hier, zwischen den ragenden Wänden, ist sie längst fort. Um die zackigen Spitzen lagern Wolken, die dort hängen zu bleiben scheinen. Unten hat es geregnet, hier, in Höhe, ist es Schnee geworden. In tausend Rinnsalen fließt und tropft nun der geschmolzene Schnee über das zerklüftete Gestein. Es ist kein Gehen hier ein Hüpfen, Springen von Felsblock zu Felsblock!

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Die Frau in der Literatur: Die schönsten Novellen der Frieda von Bülow über Lou Andreas-Salomé und andere Frauen, Frieda Freiin von Bülow

Język
Rok wydania
1990
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Die Frau in der Literatur: Die schönsten Novellen der Frieda von Bülow über Lou Andreas-Salomé und andere Frauen
Język
niemiecki
Rok wydania
1990
Oprawa
miękka
Liczba stron
252
ISBN10
3548302394
ISBN13
9783548302393
Seria
Kategorie
Tagi
Opis
»Kannst du noch?« »Wie? Ich?!« »Weil du eben ausglittest.« »Die Steine sind naß und glatt. Aber ich nicht mehr können! Sechs Stunden will ich so fortmarschieren.« »Wir sind bald am Rasthaus.« Die das einander zurufen, sind zwei, auf die Bergstöcke gestützt, rüstig ausschreitende Wanderer, ein Mann und eine Frau. Beide sind in Wetterloden gekleidet. Er trägt Kniehosen, wollene Strümpfe und schwere Nagelschuhe. Bei ihr ist der Rock hoch geschürzt, daß er die zierlichen Füße bis über die Knöchel frei läßt. Sie durchwandern, abwärtssteigend, eine Hochgebirgsschlucht von großartiger Wildheit. Bis zu schwindelnder Höhe türmen sich auf drei Seiten die Felsen mit ihren Schluchten und Rinnsalen. Die Sonne leuchtet noch auf der fernen Hochebene, tief, tief unten, im hellen Schein des Augustnachmittags; hier, zwischen den ragenden Wänden, ist sie längst fort. Um die zackigen Spitzen lagern Wolken, die dort hängen zu bleiben scheinen. Unten hat es geregnet, hier, in Höhe, ist es Schnee geworden. In tausend Rinnsalen fließt und tropft nun der geschmolzene Schnee über das zerklüftete Gestein. Es ist kein Gehen hier ein Hüpfen, Springen von Felsblock zu Felsblock!