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Irmela Eine Geschichte aus alter Zeit

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Die heitre Sonne des Pfingstsonntages im Jahre des HErrn 13.. sank hinter die rebenbepflanzten Berge, die das liebliche Tal umschließen, in dem die Cisterzienser-Abtei Maulbronn steht. Der Vespergottesdienst war mit dem Magnificat beendet worden, das sowohl von den Brüdern im Chor als auch von der versammelten Gemeinde gesungen wurde. Bruder Diether ließ das Örglein noch nicht verstummen und drückte kräftig die Tasten, während das Gotteshaus sich leerte. „Wie, schon alle hinaus?“ fragte er, als er den leeren Raum bemerkte. „Sie haben halt Eile heute,“ fügte er hinzu, „das Volk will den milden Maien unter der Linde genießen, und die Confratres sind dem Refectorio am Pfingstabend auch nicht abgeneigt. So wollen wir das Tönen beenden, uns mit dem Paternoster segnen und gehen!“ Während er die Treppe vom Orgelchor hinunterstieg, machten sich die Mönche auf den Weg in den Klostergarten oder wohin es sie zog; denn an diesem Tag wurde St. Bernhards Regel nicht streng befolgt, und Abt Rothad war kein strenger Mann. Bald war der Kreuzgang, der sich an die Kirche anschließt und einen Friedhof umgibt, einsam, der mehr einem mit Bäumen und Gesträuch bewachsenen Gärtlein glich.

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Irmela Eine Geschichte aus alter Zeit, Heinrich Steinhausen

Język
Rok wydania
2023
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Irmela Eine Geschichte aus alter Zeit
Język
niemiecki
Wydawca
Culturea
Rok wydania
2023
Oprawa
miękka
Liczba stron
122
ISBN13
9791041905720
Seria
Kategorie
Opis
Die heitre Sonne des Pfingstsonntages im Jahre des HErrn 13.. sank hinter die rebenbepflanzten Berge, die das liebliche Tal umschließen, in dem die Cisterzienser-Abtei Maulbronn steht. Der Vespergottesdienst war mit dem Magnificat beendet worden, das sowohl von den Brüdern im Chor als auch von der versammelten Gemeinde gesungen wurde. Bruder Diether ließ das Örglein noch nicht verstummen und drückte kräftig die Tasten, während das Gotteshaus sich leerte. „Wie, schon alle hinaus?“ fragte er, als er den leeren Raum bemerkte. „Sie haben halt Eile heute,“ fügte er hinzu, „das Volk will den milden Maien unter der Linde genießen, und die Confratres sind dem Refectorio am Pfingstabend auch nicht abgeneigt. So wollen wir das Tönen beenden, uns mit dem Paternoster segnen und gehen!“ Während er die Treppe vom Orgelchor hinunterstieg, machten sich die Mönche auf den Weg in den Klostergarten oder wohin es sie zog; denn an diesem Tag wurde St. Bernhards Regel nicht streng befolgt, und Abt Rothad war kein strenger Mann. Bald war der Kreuzgang, der sich an die Kirche anschließt und einen Friedhof umgibt, einsam, der mehr einem mit Bäumen und Gesträuch bewachsenen Gärtlein glich.