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Der „vergessenen Literatur“ in einem allgemeinen Sinn hat der Tübinger Literaturwissenschaftler und Soziologe Rudolf Schenda eine gewichtige Untersuchung gewidmet. Seine Ausgangsfrage lautet: Wer hat was gelesen in diesem Zeitraum in Frankreich und in Deutschland? Die Antworten sind überraschend. Einmal erweist sich, daß die sozialen Unterschichten nur ganz beschränkt lesefähig und lesewillig waren; weiter wird deutlich, daß die Bevormundungstendenz der Idealisten die breiten Schichten gerade daran gehindert hat, über ihre Lage nachzudenken und schließlich ins klare zu kommen. Die Lesestoffe, die, mit dem „Nihil obstat“ der Zensur ausgerüstet, ins flache Land ausschwärmten, zählten dann zu jener schalen Sorte, die reaktionäre Meinungen festigt und Überliefertes als unantastbar erklärt.
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Volk ohne Buch, Rudolf Schenda
- Język
- Rok wydania
- 1977
- Oprawa
- (miękka)
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- Tytuł
- Volk ohne Buch
- Język
- niemiecki
- Autorzy
- Rudolf Schenda
- Wydawca
- Deutscher Taschenbuch-Verlag
- Rok wydania
- 1977
- Oprawa
- miękka
- Liczba stron
- 607
- ISBN10
- 3423042826
- ISBN13
- 9783423042826
- Seria
- Kategorie
- Opis
- Der „vergessenen Literatur“ in einem allgemeinen Sinn hat der Tübinger Literaturwissenschaftler und Soziologe Rudolf Schenda eine gewichtige Untersuchung gewidmet. Seine Ausgangsfrage lautet: Wer hat was gelesen in diesem Zeitraum in Frankreich und in Deutschland? Die Antworten sind überraschend. Einmal erweist sich, daß die sozialen Unterschichten nur ganz beschränkt lesefähig und lesewillig waren; weiter wird deutlich, daß die Bevormundungstendenz der Idealisten die breiten Schichten gerade daran gehindert hat, über ihre Lage nachzudenken und schließlich ins klare zu kommen. Die Lesestoffe, die, mit dem „Nihil obstat“ der Zensur ausgerüstet, ins flache Land ausschwärmten, zählten dann zu jener schalen Sorte, die reaktionäre Meinungen festigt und Überliefertes als unantastbar erklärt.




