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Alexander

Oder, was ist Wahrheit

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  • 136 stron
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Dieser Erzählungsband vereint die Titelgeschichte ›Alexander‹ mit ›Gadir‹ und ›Enthymesis‹, die frühe ›Handübungen‹ Arno Schmidts im antiken Gewand darstellen. Um 1946/47 entstanden, markieren sie den Beginn seiner schriftstellerischen Arbeit nach dem Krieg, geprägt von leidenschaftlichem Pathos. Die Geschichten thematisieren Selbstmaskierungen und Grenzsituationen, stets mit einem starken persönlichen Rigor: Erkenne dich selbst! Was ist Wahrheit? Wie ich euch hasse! Das zentrale Thema der Haftüberwindung und der Streben nach Freiheit verkörpert sich im jungen Geometer Philostrat in ›Enthymesis‹, der vom listigen Erathostenes zur Erdmessung in südliche Breiten geschickt wird. Der Autor leiht ihm kühn sein eigenes Bild. Im Gegensatz dazu steht der eisgraue Geograph Pytheas von Massilia, der lebenslang im karthagischen Kerker verwittert, aber dennoch im Wahntraum des Endes den Ausbruch in die Freiheit vollzieht. Zwischen diesen beiden Erzählungen entfaltet sich der erheiternde Bilderbogen einer Babylonreise des Aristotelesschülers Lampon auf dem Euphrat, in den Tagen, als Alexanders Tyrannis endet. Die antiken Bildszenen sind von frühen Phantasieanregungen aus Schmidts Hamburger Schulzeit inspiriert, insbesondere aus Kumstellers Geschichtsbuch, das für ›Alexander‹ ausdrücklich belegt ist. Der verschollene Entwurf ›Sataspes‹ wurde bereits einem Gesprächspartner vorgelesen, und die biographischen Kontexte sind ebenso bedeutsam

Wydanie

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Alexander, Arno Schmidt

Język
Rok wydania
1975
Oprawa
(miękka),
Stan książki
Dobry
Cena
8,89 zł
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4,1
Bardzo dobra
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Tytuł
Alexander
Podtytuł
Oder, was ist Wahrheit
Język
niemiecki
Rok wydania
1975
Oprawa
miękka
Liczba stron
136
ISBN10
3436020230
ISBN13
9783436020231
Seria
Ocena
4,1 z 5
Opis
Dieser Erzählungsband vereint die Titelgeschichte ›Alexander‹ mit ›Gadir‹ und ›Enthymesis‹, die frühe ›Handübungen‹ Arno Schmidts im antiken Gewand darstellen. Um 1946/47 entstanden, markieren sie den Beginn seiner schriftstellerischen Arbeit nach dem Krieg, geprägt von leidenschaftlichem Pathos. Die Geschichten thematisieren Selbstmaskierungen und Grenzsituationen, stets mit einem starken persönlichen Rigor: Erkenne dich selbst! Was ist Wahrheit? Wie ich euch hasse! Das zentrale Thema der Haftüberwindung und der Streben nach Freiheit verkörpert sich im jungen Geometer Philostrat in ›Enthymesis‹, der vom listigen Erathostenes zur Erdmessung in südliche Breiten geschickt wird. Der Autor leiht ihm kühn sein eigenes Bild. Im Gegensatz dazu steht der eisgraue Geograph Pytheas von Massilia, der lebenslang im karthagischen Kerker verwittert, aber dennoch im Wahntraum des Endes den Ausbruch in die Freiheit vollzieht. Zwischen diesen beiden Erzählungen entfaltet sich der erheiternde Bilderbogen einer Babylonreise des Aristotelesschülers Lampon auf dem Euphrat, in den Tagen, als Alexanders Tyrannis endet. Die antiken Bildszenen sind von frühen Phantasieanregungen aus Schmidts Hamburger Schulzeit inspiriert, insbesondere aus Kumstellers Geschichtsbuch, das für ›Alexander‹ ausdrücklich belegt ist. Der verschollene Entwurf ›Sataspes‹ wurde bereits einem Gesprächspartner vorgelesen, und die biographischen Kontexte sind ebenso bedeutsam