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Revolutionäre Hofgänger?

Sozialdemokratie und die Monarchien im Wilhelminischen Kaiserreich (1890–1914)

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»Hofgänger«: Mit diesem Schimpfwort belegten Sozialdemokraten im Kaiserreich jene Genossen, die – ungeachtet der antimonarchischen Haltung der SPD – bei ihrer parlamentarischen Arbeit mit den gekrönten Häuptern zusammentrafen. Aus streng sozialistischer Sicht war nämlich die Republik die einzig geeignete Staatsform, die durch revolutionäre Umwälzungen zu erringen sei. In der politischen Praxis erwies sich das Verhältnis zwischen den antagonistischen Kräften von Monarchie und Sozialdemokratie jedoch als deutlich komplexer. Der Blick auf die verschiedenen Monarchien des föderal organisierten Kaiserreichs zeigt, dass in den Bundesstaaten unterschiedliche Entwicklungen möglich waren und den Akteuren sinnvoll erschienen. Sozialdemokratische Parlamentarier fügten sich vor Ort in die jeweiligen politischen Kulturen ein. Trotz aller grundsätzlichen Monarchiekritik waren sie bereit, sich auf die monarchischen Elemente des konstitutionellen Staates einzulassen – bisweilen auch mit einem Besuch bei Hofe.

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Revolutionäre Hofgänger?, Ines Neffgen

Język
Rok wydania
2026
Oprawa
(miękka)
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Tytuł
Revolutionäre Hofgänger?
Podtytuł
Sozialdemokratie und die Monarchien im Wilhelminischen Kaiserreich (1890–1914)
Język
niemiecki
Rok wydania
2026
Oprawa
miękka
Liczba stron
304
ISBN13
9783770053711
Seria
Opis
»Hofgänger«: Mit diesem Schimpfwort belegten Sozialdemokraten im Kaiserreich jene Genossen, die – ungeachtet der antimonarchischen Haltung der SPD – bei ihrer parlamentarischen Arbeit mit den gekrönten Häuptern zusammentrafen. Aus streng sozialistischer Sicht war nämlich die Republik die einzig geeignete Staatsform, die durch revolutionäre Umwälzungen zu erringen sei. In der politischen Praxis erwies sich das Verhältnis zwischen den antagonistischen Kräften von Monarchie und Sozialdemokratie jedoch als deutlich komplexer. Der Blick auf die verschiedenen Monarchien des föderal organisierten Kaiserreichs zeigt, dass in den Bundesstaaten unterschiedliche Entwicklungen möglich waren und den Akteuren sinnvoll erschienen. Sozialdemokratische Parlamentarier fügten sich vor Ort in die jeweiligen politischen Kulturen ein. Trotz aller grundsätzlichen Monarchiekritik waren sie bereit, sich auf die monarchischen Elemente des konstitutionellen Staates einzulassen – bisweilen auch mit einem Besuch bei Hofe.