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Kein Ende des Sonderweges

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Nach ihrer Selbstdarstellung kämpften die Sieger des Zweiten Weltkriegs gegen das ›absolut Böse‹, das wie der Wolf über die Lämmerherde über die friedliche Staatenwelt hergefallen war. Den Besiegten, so die ihnen auferlegte westliche Staatsdoktrin, gewährte der Siegergroßmut einen Neuanfang im geteilten Land, dessen Republiken sich jüngst in einem souveränen Gesamtstaat wiedervereinigen durften, freilich nicht ohne einigen ohnehin längst vollzogenen Gebietsverlusten zuzustimmen. Auch hier klaffen Abgründe zur Wirklichkeit: Verantwortlich für die Fortsetzung des zweiten Dreißigjährigen Krieges waren vornehmlich Großbritannien, Polen, die USA, die Sowjetunion und das Deutsche Reich. Die Umerziehung brachte eine unterwürfige, nationaler Interessenpolitik unfähige politische Klasse hervor. Die sich im Zuge der Vereinigung von West- und Mitteldeutschland eröffnende Chance neutraler Souveränität wurde vertan. Die Frage der deutschen Ostgebiete wurde durch die Verträge 1990/91 entgegen offizieller Lesart nicht geregelt, sondern nur außer Streit gestellt.

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Kein Ende des Sonderweges, Ulrich Schwarze

Język
Rok wydania
2013
Oprawa
(twarda)
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Tytuł
Kein Ende des Sonderweges
Język
niemiecki
Wydawca
Hohenrain
Rok wydania
2013
Oprawa
twarda
Liczba stron
416
ISBN10
3891800991
ISBN13
9783891800997
Seria
Opis
Nach ihrer Selbstdarstellung kämpften die Sieger des Zweiten Weltkriegs gegen das ›absolut Böse‹, das wie der Wolf über die Lämmerherde über die friedliche Staatenwelt hergefallen war. Den Besiegten, so die ihnen auferlegte westliche Staatsdoktrin, gewährte der Siegergroßmut einen Neuanfang im geteilten Land, dessen Republiken sich jüngst in einem souveränen Gesamtstaat wiedervereinigen durften, freilich nicht ohne einigen ohnehin längst vollzogenen Gebietsverlusten zuzustimmen. Auch hier klaffen Abgründe zur Wirklichkeit: Verantwortlich für die Fortsetzung des zweiten Dreißigjährigen Krieges waren vornehmlich Großbritannien, Polen, die USA, die Sowjetunion und das Deutsche Reich. Die Umerziehung brachte eine unterwürfige, nationaler Interessenpolitik unfähige politische Klasse hervor. Die sich im Zuge der Vereinigung von West- und Mitteldeutschland eröffnende Chance neutraler Souveränität wurde vertan. Die Frage der deutschen Ostgebiete wurde durch die Verträge 1990/91 entgegen offizieller Lesart nicht geregelt, sondern nur außer Streit gestellt.