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Wo wachsen die Melonen? Wie grün ist der Neretva-Fluss? Juli Zeh reist im Sommer 2001 nach Bosnien-Herzegowina, einem Land, das nach dem Abzug der Kriegsreporter selten in den Nachrichten auftaucht. Trotz intensiver Berichterstattung wissen wir wenig über Bosnien. Zeh meidet in ihrer fesselnden Reisebeschreibung politische Wertungen und Analysen; stattdessen nimmt sie das unbekannte Land mit allen Sinnen auf. In radebrechendem "Endepol", einem Pidgin aus Englisch, Deutsch und Polnisch, erfährt sie Geschichten von Menschen wie Dario aus Jajce und Monsieur Pescaran, dem melancholischen SFOR-Minenexperten. Ihre poetisch kraftvolle Sprache findet erneut Bilder von betörender Schönheit für Landschaften und Menschen. Dabei bleibt sie sich bewusst, dass der Flirt mit Ruinen-Romantik und Morbidität oft am Kitsch kratzt. Am Ufer der Drina, wo einst verstümmelte Leichen die Turbinen eines Wasserkraftwerks verstopften, denkt sie an Peter Handke, der vor Jahren nicht herüberkommen wollte. In Zagreb endet die Reise, und zurück bleibt ein verbeulter Opel Astra. Olga, die zugelaufene Promenadenmischung, sitzt im Zug nach Leipzig. "Ich fühle mich, als wäre das Land durch mich gereist", reflektiert Zeh, während sie mit hängenden Armen zurückbleibt. Wir erfahren vielleicht etwas über einen vergessenen Fleck in Europa und die Menschen, die dort leben.
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De stilte is een geluid, Juli Zeh
- Język
- Rok wydania
- 2003
- Oprawa
- (miękka)
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- Tytuł
- De stilte is een geluid
- Podtytuł
- Een reis door Bosnië
- Język
- holenderski
- Autorzy
- Juli Zeh
- Wydawca
- Van gennep
- Rok wydania
- 2003
- Oprawa
- miękka
- Liczba stron
- 238
- ISBN10
- 9055153605
- ISBN13
- 9789055153602
- Seria
- Ocena
- 3,9 z 5
- Opis
- Wo wachsen die Melonen? Wie grün ist der Neretva-Fluss? Juli Zeh reist im Sommer 2001 nach Bosnien-Herzegowina, einem Land, das nach dem Abzug der Kriegsreporter selten in den Nachrichten auftaucht. Trotz intensiver Berichterstattung wissen wir wenig über Bosnien. Zeh meidet in ihrer fesselnden Reisebeschreibung politische Wertungen und Analysen; stattdessen nimmt sie das unbekannte Land mit allen Sinnen auf. In radebrechendem "Endepol", einem Pidgin aus Englisch, Deutsch und Polnisch, erfährt sie Geschichten von Menschen wie Dario aus Jajce und Monsieur Pescaran, dem melancholischen SFOR-Minenexperten. Ihre poetisch kraftvolle Sprache findet erneut Bilder von betörender Schönheit für Landschaften und Menschen. Dabei bleibt sie sich bewusst, dass der Flirt mit Ruinen-Romantik und Morbidität oft am Kitsch kratzt. Am Ufer der Drina, wo einst verstümmelte Leichen die Turbinen eines Wasserkraftwerks verstopften, denkt sie an Peter Handke, der vor Jahren nicht herüberkommen wollte. In Zagreb endet die Reise, und zurück bleibt ein verbeulter Opel Astra. Olga, die zugelaufene Promenadenmischung, sitzt im Zug nach Leipzig. "Ich fühle mich, als wäre das Land durch mich gereist", reflektiert Zeh, während sie mit hängenden Armen zurückbleibt. Wir erfahren vielleicht etwas über einen vergessenen Fleck in Europa und die Menschen, die dort leben.


